Die Tage werden kürzer und langsam geht es auf Weihnachten zu. Die gemütliche Zeit des Jahres hat vielerorts schon angefangen. Da werden wieder Kerzen angezündet, Duftlämpchen gefüllt und die Kuscheldecke für die Couch liegt auch bereit. Was gibt es Schöneres, als es sich vor dem Kamin, wenn man denn einen hat, gemütlich zu machen?
Ich für meinen Teil mag diesen Teil des Jahres sehr gerne und freue mich schon auf die bald beginnende Weihnachtszeit.
Vor vielen vielen Jahren, als meine Schwiegermama noch lebte, backte sie schon immer genau diesen Kuchen – den wir hier im Haus alle so lieben. Im Sommer schmeckt er nur halb so gut – da müssen die Temperaturen schon ein wenig runter gegangen sein. Eine schöne Tasse Kaffee oder Cappucchino passt ganz hervorragend dazu. Aber auch am Abend mit einem Becher Glühwein ist dieser Kuchen unschlagbar!
Nun aber das Rezept:
SCHWIEGERMUTTERS ROTWEINKUCHEN
Zutaten für eine Kranzform, 26 cm Durchmesser
- 250 g Butter (evtl. einen Teil durch Margarine ersetzen)
- 250 g Zucker
- 1 Pck. (8 g) Vanillezucker
- 4 Eier
- 1-2 TL Zimt
- 1 Prise Muskatnuß
- 2 TL dunkles Kakaopulver
- 1/8 l (125 ml) Rotwein
- 1-2 EL Amaretto oder Marsala oder Rum (nicht zwingend erforderlich!)
- 250 g Mehl
- 1 Pck. (15 g) Backpulver
- 100-150 g Schokoladenstreusel
- Butter für die Form
- Semmelbrösel für die Form
Zubereitung:
1. Eine Kranzform ausbuttern und mit Semmelbröseln ausstreuen.
2. Den Backofen auf 190° Umluft vorheizen.
3. Die Butter in Stücken mit dem Zucker und Vanillezucker gut schaumig rühren. Nach und nach die Eier hineinschlagen und jedes Ei mindestens 30 Sekunden unterrühren.
4. In einer Schüssel Mehl, Backpulver, Zimt, Muskatnuß und Kakaopulver gut vermischen.
5. Die Mehlmischung in 3-4 Portionen abwechselnd mit dem Rotwein (und evtl. dem Amaretto) zur Butter-Zucker-Eier-Mischung geben, bis alles zu einem glatten Teig verbunden ist.
6. Zum Schluß die Schokoladenstreusel zugeben und nur noch so lange langsam rühren, bis die Streusel gut in der Teigmasse verteilt sind.
Den Teig in die vorbereitete Form geben und 50-55 Minuten bei 190°C Umluft backen. (Stäbchenprobe!).
Nach 15-20 Minuten in der Mitte mit einem spitzen Messer ca. 1 cm tief einschneiden, um ein gleichmässiges Aufgehen zu gewährleisten.
Nach dem Backen den Kuchen noch ca. 15 Minuten in seiner Form belassen und erst dann auf ein Kuchengitter stürzen. Nach dem vollständigen Abkühlen mit Puderzucker bestreuen.
Der Kuchen hält sich in Alufolie gewickelt oder in einem Tupperbehälter problemlos mindestens 5 Tage.

3. November 2009 um 23:10 Uhr
mmmmmh lecker – genau das richtige für die kalte Jahreszeit – den werde ich ganz bestimmt probieren!!
3. November 2009 um 16:01 Uhr
Kann es ein, dass ich mit deiner Schwiegermutter verwandt bin? Dieser Kuchen wurde auch von mir am 31. November gebacken und ist mein nächstes Blogrezept. Meiner ist sogar auch in Kranzform. Hessen ist ja soooo klein, nur ein Rotweinkuchenrezept für alle. Unglaublich.
3. November 2009 um 11:20 Uhr
Schönes Rezept für diese Jahreszeit – ist schon vorgemerkt zum Nachbacken! Danke!
2. November 2009 um 14:26 Uhr
Liebe Kerstin,
hmmm – klingt extrem lecker – das wär mit Sicherheit auch was für mich. Und das Foto schaut sehr verführerisch aus!
Apropos Fotos ..hab jetzt erstmal runtergelesen, was ich so verpaßt habe – und die Fotos von Beverly sind ja wirklich total super geworden! so ein hübsches Tier, und ein sehr ausdrucksvoller Blick! Das Gähn-Foto find ich genial – gar nicht so einfach zu “erwischen” mit der Kamera. Ich kann mir gut vorstellen, daß Beverly ..und Ihr alle natürlich .. Britchy sehr vermißt .. aber die liebevolle Zuwendung, die Beverly von Euch bekommt, gleicht bestimmt auch vieles wieder aus für sie.
Ich wünsch dir einen stressfreien und angenehmen Wochenstart und viele gemütliche, genußvolle Stunden, die als Ausgleich gut tun ..ganz liebe Grüße schickt dir
Ocean
2. November 2009 um 10:03 Uhr
Hallo Kerstin,
also ich bin ja keine begeisterte “Bäckerin” aber die Zuaten von diesem Kuchen sind perfekt – genau richtig :-)
Ich speichere es mir also vorsichtshalber mal ab….;-)
Liebe Grüße und einen schönen Wochenstart
Katinka
2. November 2009 um 05:39 Uhr
Seltsam, meine Schwiegermutter hat auch ihren Rotweinkuchen genau so gemacht. Das Rezept hat sie mir mal aufgeschrieben und den Zettel habe ich heute noch. Vielleicht war es in vielen 50er/60er-Jahre-Kochbüchern als Klassiker weit verbreitet.
2. November 2009 um 04:43 Uhr
@ Barbara – Soulfood klingt großartig – das muß ich mir unbedingt merken :-) Freut mich, wenn dir die Katzis von den GreenSmilies genauso gut gefallen wie mir
@ Fabella – Ach, ich denke mal, zwei Kuchen solltest du in der kalten Jahreszeit schon gebacken kriegen, meinst du nicht auch?
@ Sonnya – Das kann gut sein, vielleicht war das ja so eine Art „Generationskuchen”? (Bei mir ist das jetzt so 20 Jahre her, dass ich ihn das erste Mal hier gegessen habe…
@ Thea – freut mich sehr, dass ich dir den Kuchen wieder in Erinnerung rufen konnte und du ihn nun auch nachbacken kannst.
@ Sibylle – och, das wäre aber schade, wenn du aufgrund der Rezepte seltener vorbei kommen würdest
Und natürlich wünsche ich dir ganz viel Spaß beim Nachbacken und dem anschließenden Genießen
Seid alle lieb gegrüßt von Kerstin
1. November 2009 um 21:12 Uhr
Boah, bin wahrhaftig kein Backfan, aber den werde ich doch mal backen müssen… ich liebe Rührkuchen

Tolles Rezept, man darf nicht zu oft in diesen ,,Koch-/Backtempel” wandern
schönen Abend noch
lieben Gruß
Sibylle
1. November 2009 um 18:40 Uhr
mmmhh, lecker! Ich kenn den Rotweinkuchen zwar auch, aber die genaue Zutatenliste ist irgendwie abhanden gekommen und deshalb habe ich mir sofort Dein geniales Rezept kopiert. Vielen Dank liebe Kerstin!
Liebe Grüße und hab noch einen wunderschönen Kuschelabend
Thea
1. November 2009 um 18:05 Uhr
Hmmm, lecker! Der kommt mir nicht nur bekannt vor, das ist bis auf´s i-Tüppfelchen das gleiche Rezept (hab extra erst noch mal nachgelesen, bevor ich hier Quatsch erzähle
), das meine Mama auch immer backt, wenn es anfängt zu “herbsteln”.
Liebe Kerstin, mit dem Link zu dem Deko-Shop hast Du gerade mein Kind glücklich gemacht! Den kannten wir noch nicht und sie bekommt schon glänzende Augen, wenn es irgendwo nur entfernt wie Weihnachten glitzert
ihr Abend ist gerettet!
Liebe Grüße und noch einen schönen Restsonntag
Sonnya
1. November 2009 um 17:46 Uhr
Auch etwas, was ich noch nie probiert habe, aber unbedingt mal möchte. Aber ich glaub dies Jahr werd ich erstmal den Glühwein-Gugelhupf testen .. oder vielleicht auch beide .. hmm .. der Winter ist ja noch was länger
Deine Präsentation ist auch wieder suuuper geworden!
1. November 2009 um 17:24 Uhr
Der kommt mir auch bekannt vor – ein weiterer Klassiker, von denen man nicht genug kriegen kann.
Du hast recht mit der Jahreszeit und dem Wetter – da muss Soulfood her, schokoladig, gewürzig, weich im Mund.
Jetzt muss ich mal diese süßen Katzen-Icons ausprobieren, die sind ja toll!