Da hatte ich mir für`s Wochenende doch wieder etwas Besonderes vorgenommen und gestartet habe ich mit dieser Köstlichkeit bereits gestern. Eigentlich ist es nicht wirklich viel Arbeit, aber ein wenig Geduld ist gefragt.
„Vitello Tonnato” sollte es heute geben. Dafür brachte der Hobbykoch mir vom Metzger unseres Vertrauens ein wunderschönes Stück Kalbfleisch mit. Kalbsnuss gab`s leider nicht, aber auch die Oberschale eignet sich, wie ich feststellen konnte, hervorragend für dieses schöne Rezept.
Nach Original Piemonteser Art kommt hier also unser
VITELLO TONNATO

Nicht ganz unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle natürlich auch das leckere Bruschetta, was der Hobbykoch liebevoll gemeinsam mit einem der Culinary-Kids zubereitet hat. Vitello und Bruschetta passten ganz hervorragend zusammen. Und weil`s so lecker war, durfte das lecker geröstete Tomaten-Knobi-Ciabatta auch mit auf`s Foto!
Zutaten für 4 Portionen:
Für das Fleisch:
- 600 g Kalbsbraten (Kalbsnuss oder -oberschale)
- 1 Möhre
- 1 Stange Stangensellerie
- 1 Zwiebel
- 2 Nelken
- 1 Lorbeerblatt
- 3/4 l trockener Weißwein
- 1 TL Salz
Für die Sauce:
- 1 Dose Thunfisch
- 3 eingelegte Sardellenfilets
- 2 Eigelbe
- 2 EL Kapern
- Saft von 1/2 Zitrone (Kerstin: leider beim Einkauf vergessen. Alternativ Bio-Zitronensaft und dann ohne Deko serviert)
- 2 EL Essig
- Einige EL des Fleisch-Suds
- 200 ml Olivenöl (Kerstin: weniger – max. 150 ml?)
- Salz und Pfeffer
Für die Deko:
- 1 1/2 Zitronen (Kerstin hatte leider keine…)
- 1 EL Kapern
Zubereitung:
Am Vortag das Kalbfleisch abwaschen, trockentupfen und in einen Topf legen. Möhre, Selleriestange und Zwiebel in grobe Stücke schneiden, zum Fleisch geben. Lorbeerblatt und die beiden Nelken ebenfalls zugeben.
Mit 3/4 l Weißwein angießen. Zugedeckt mindestens 18, besser 24 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen. Mehrmals wenden.
Am nächsten Morgen den Topf auf den Herd stellen, Wenn nötig Wasser angießen, bis das Fleisch knapp bedeckt ist. Zum Kochen bringen, 1 TL Salz einstreuen. Bei schwacher Hitze ohne Deckel 1 Stunde gar ziehen lassen (nicht kochen!). Fleisch im Sud abkühlen lassen.
Für die Sauce 3 Sardellenfilets gut abwaschen, trocknen und in kleine Stücke schneiden. Den Thunfisch abtropfen lassen.
Im Mixer (Kerstin: Zauberstab und Zauberette) Thunfisch, 2 Eigelbe, klein geschnittene Sardellenfilets und zwei EL Kapern mit dem Saft einer halben Zitrone und 2 EL Essig fein pürieren. Nach und nach ein paar Esslöffel des Fleischsuds und das Olivenöl einfließen lassen, bis die Sauce sämig ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Das Kalbfleisch aus dem Topf nehmen, abtupfen und in möglichst dünne Scheiben schneiden.
Auf einer großen Platte anrichten. Gleichmässig mit der Thunfischsauce bedecken und mit Frischhaltefolie abdecken.
Für 3-4 Stunden zum Durchziehen in den Kühlschrank stellen.
Zum Servieren noch 1 EL Kapern darüber streuen, die Zitronen in dünne Scheiben schneiden und damit das Kalbfleisch dekorieren.
Meine Erfahrungen:
Die Sauce funktioniert auch wunderbar mit Bio-Zitronensaft aus dem Drogeriemarkt mit den zwei Buchstaben.
Fein, wenn man einen Hobbykoch hat, der einem das Fleisch mit dem Allesschneider in wirklich tolle dünne Scheiben schneidet. Noch toller wäre es gewesen, wenn er die Maschine auch noch gereinigt hätte, aber ich sollte schon für`s Schneiden dankbar sein und den Rest habe ich dann gerne gemacht.
Mit Zitronenscheiben-Deko schaut´s bestimmt nochmal so schön aus. Aber ging eben nicht… schade.
Urteil von Sohnemann und Hobbykoch: „Hier war das schon sehr lecker – aber heute und hier, da war´s doch nochmal einen Tick besser.”
Da lacht das Mutter- und Ehefrauen-Herz.
LECKER! LECKER! LECKER!
Quelle (fast vergessen) – mal wieder der Chefkoch

10. März 2010 um 21:21 Uhr
wollte doch grad sagen.. das ist doch fabs leibgericht.. soweit ich mich erinner.. aber ich find es auch hyper lecker und nach dem rezept.. mal sehen ob ich es mal nachmache… :-)
8. März 2010 um 13:04 Uhr
Ich kann Dir gar nicht sagen, wie neidisch Du mich hier machst! Eins meiner absoluten Lieblingsessen, leider hier kaum irgendwo zu bekommen. … vielleicht sollte ich mir tatsächlich mal die Mühe machen und es selbst machen … wenns nur halb so gut schmeckt wie es ausschaut, ists die Mühe allemale wert!
Ich esse bevorzugt dazu frische heiße Pizzabrötchen mit etwas guter Butter und Salz *wasserimmundzusammenlauf*
8. März 2010 um 09:07 Uhr
Guten Morgen liebe Kerstin,
das sieht wirklich super lecker aus!
Ich liebe die italienische Küche :-).
Da ich mal bei einem Italiener gearbeitet habe, kenne ich einige Gerichte. Selbst gemacht habe ich Vitello Tonate aber noch nicht, dachte immer, das wäre zu schwer.
Hab einen schönen Wochenstart!
Liebe Grüße
Katinka
8. März 2010 um 08:56 Uhr
….haben wir das gleiche Kochebuch…?
8. März 2010 um 08:56 Uhr
Schaut supi aus und das Rezept kommt mir bekannt vor….Werde ich auch mal wieder machen!!!
LG
Imbolc
7. März 2010 um 23:48 Uhr
ein besuch auf deinem blog ist jedesmal eine kulinarische freude
Du kannst bald selbst ein buch über deine leckereien schreiben!!!
Wünsch dir einen tollen start in die neue (hoffentlich frühlingshaftere) woche
7. März 2010 um 22:14 Uhr
Na, um mich ganz kurz zu fassen…
Da hätte ich doch wirklich sehr gerne mit am Tisch gesessen.
Vitello Tonnato ist “Kult” und einfach nur “Megalecker”.
Viele Grüße UPs
7. März 2010 um 19:40 Uhr
Wow, das sieht richtig gut aus!
7. März 2010 um 16:52 Uhr
Wow. Sieht total lecker aus =)
7. März 2010 um 17:56 Uhr
Hallo Janine… es sieht nicht nur so aus, es schmeckt auch so
7. März 2010 um 16:30 Uhr
Sehr, sehr lecker schaut das aus, meine Liebe! Es liest sich zwar nach viel Arbeit, aber gelohnt hat die sich auf alle Fälle!
Habt ihr die Bruschetta dazu gegessen, oder als Vorspeise?
…allerdings dürfte die Thunfischsauce bei Herrn Frieda auf massiven Wiederstand stoßen…
Ich wünsche Euch noch einen sonnigen Rest-Sonntag und schicke ganz liebe Grüße,
Katja
7. März 2010 um 17:55 Uhr
Huhu liebe Katja,
na ich hoffe, Herr Frieda weiß, was ihm da entgeht
Wir haben das Bruschetta zum Vitello dazu gegessen. Im Prinzip wurden zwei Vorspeisen zu einem Hauptgericht umfunktioniert, es passte aber auch wirklich gut zusammen.
Ein schlichtes Baguette oder eben Ciabatta schmeckt aber sicher auch dazu.