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Marillenknödel

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Mal wieder von meiner lieben Immi inspiriert, die mich allwöchentlich mit ihrem Wochen-Koch-Plan verwöhnt, hatte ich schon seit Tagen Lust auf diese superleckeren „Gummihupfer” , auch als Marillenknödel bekannt.

Eigentlich könnte man sie auch Aprikosenknödel nennen (Marillen oder Aprikosen? – es handelt sich um die gleiche Frucht.

Die zu den Reneclauden (Pflaumen) gehörenden Mirabellen führen manchmal zu Verwirrungen.

Klar kann man diese Knödel genauso gut auch mit Pflaumen machen. Ob gelb oder blau, bleibt aus meiner Sicht egal. Allerdings würde ich dann evtl. das Stück Zucker weglassen, weil diese Obstsorten schon mehr an Süße mitbringen. Geschmackssache. ;)

MARILLENKNÖDEL NACH ÖSTERREICHISCHER ART

marillenknoedel.jpg

Zutaten für 8 Stück (für 3 kleine oder 2 große Esser)

  • 250 g Magerquark
  • 2 x 50 g weiche Butter
  • 1 Ei
  • 100 g Mehl
  • 50 g Hartweizengrieß
  • Salz
  • 8 schöne Aprikosen (Marillen)
  • 8 Stück Würfelzucker
  • 100 g Semmelbrösel
  • 2 EL Zucker (Kerstin: davon 1 EL Vanillezucker)
  • evtl. etwas Zimt
  • Puderzucker

Zubereitung:

Den Magerquark am besten ein paar Stunden in ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Sieb legen und das Wasser abtropfen lassen.

50 g Butter mit dem Ei gut verrühren (am besten mit den Rührstäben des Handrührgerätes), dann den Quark untermengen und das Handrührgerät mit Knethaken ausstatten. Mehl, Grieß und eine Prise Salz dazugeben und verkneten. Für ca. 20 Minuten beiseite stellen und ruhen lassen.

Die Aprikosen waschen, trockentupfen und gut die Hälfte aufschneiden, um die Kerne zu entfernen. An diese Stelle je ein Stück Würfelzucker in die Marille geben.

Aus dem Teig mit gut bemehlten Händen eine Rolle formen und in 8 ca. gleich große Stücke schneiden. Aus jedem dieser Stücke ebenfalls mit gut bemehlten Händen einen flachen Kreis formen. In die Mitte eine gefüllte Aprikose geben und den Teig verschließen. Am besten auf bemehlter Arbeitsfläche zwischenlagern.

Währenddessen eine gute Menge Salzwasser zum Kochen bringen.

Die fertigen Marillenknödel in das Salzwasser geben und in ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Parallel dazu die restlichen 50 g Butter mit dem Zucker (und evtl. Vanillezucker) in einer Pfanne leicht karamellisieren. Die Semmelbrösel dazu geben und unter ständigen Rühren goldbraun werden lassen. Wer mag, kann noch etwas Zimt zugeben.

Die Knödel mit einem Schaumlöffel aus dem Kochwasser fischen und gut abtropfen lassen. Anschl. in den Semmelbröseln wenden.

Serviert werden die Knödel traditionsgemäss mit etwas Puderzucker bestäubt. Ich habe darauf allerdings verzichtet und finde auch, es ist nicht nötig. ;)

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Familien-Fazit:

  • Dem Hobbykoch brauche ich damit gar nicht kommen – seine Alternative heute war ein Black-Angus-Steak… :roll:
  • Der Sohnemann war hellauf begeistert – er wird ja gerne bei Süßem schwach. 2 1/2 Stück hat er geschafft.
  • Vom Tochterkind stammt die folgende Wortwahl: „Der Teig erinnert mich an Milchpampe” – aber so schlimm kann es nicht gewesen sein, denn sie hat tapfer aufgegessen. Zwei Stück nur, aber immerhin!
  • Meine Wenigkeit liebt diese Knödel und ich könnte sie viel öfter essen. Leider passen sie nicht unbedingt in den kalorienbewussten Speiseplan – aber so ab und an?!

Und noch ein kleiner Nachsatz:

„Gummihupfer”, wie weiter oben erwähnt, ist eigentlich ganz fies. :blush: Denn davon ist diese Köstlichkeit wirklich weit entfernt. Legen wir diese Bezeichnung einfach mal ab unter „Familien-Interna” ;)

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4 Kommentare

  1. Mich erinnern Marillenknödel an die Kindheit – bei meiner Oma gab es diese häufig. Dann gab es in der Familie immer ein “Wettessen”, wer die meisten schafft :)

  2. Hi Kerstin,

    ich habe schon nach 2 verschiedenen Rezepten Marillenknödel gemacht, beides mal ne Katastrophe (und es ist ja schon ein bisschen Aufwand). Vielleicht gebe ich deinem Rezept dann doch nochmals eine Chance?
    Aber sehr oft kann ich meinem reizenden Mitbewohner nicht mit Süßem kommen, und der junge Advocatus (dem ich mit nem Kaiserschmarren eine richtige Freude machen konnte) ist nicht mehr da…. :winke:

    LG
    Immi… Dauerregen …. egal… hatten ja genug Sonne

  3. Ich liebe diese Knödel. Allerdings werden sie in unserer Familie mit Hefeteig bereitet. Meine Oma hat sogar Erdbeerknödel gemacht. Lecker!!!
    Leider sind der Förster und das kleine Waldkind auch keine Freunde dieser Süßspeise.
    Bei uns gibt es übrigens Semmelbrösel, Zimtzucker und braune Butter dazu. Dafür lasse ich den Zuckerwürfel weg.

  4. LOL also ernsthaft .. ich liebe Süßes, für mich stellt Süßes aber immer eher eine Nachspeise dar .. ich hätte also auch lieber zum Steak gegriffen und zum Nachtisch einen gegessen .. ich hab sie noch nie probiert, aber sie sehen super lecker aus!

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