Terraginas Blog

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Bayerische Creme

| 4 Kommentare

Zur Rose abziehen.

Eine kleine Arbeitsanweisung, die mich bei feineren Desserts bislang immer abschreckte. Am vergangenen Freitag aber habe ich es nun gewagt, die Zutaten waren auch schon alle im Haus. Nachdem der Nachwuchs in die Schule unterwegs war, stellte ich also sämtliche Zutaten und Gerätschaften bereit und konnte loslegen.

Das Foto dort unten erinnert eher an Eiscreme, aber bei Bayerischer Creme handelt es sich um eine über dem Wasserbad gerührte Eier-Milch-Zucker-Creme, die mit Gelatine gebunden und mit Schlagsahne aufgelockert wird. Meine erste Bayerische Creme hatte ungefähr die Konsistenz von Mousse Au Chocolat und fand viel Anklang bei sämtlichen Familienmitgliedern.

Die Creme steht und fällt mit dem richtigen Rühren der Creme über dem Wasserbad und hier ist auch viel Geduld gefragt, denn der Vorgang bis zum Binden nimmt doch ein wenig Zeit in Anspruch. Sehr wichtig ist auch, hier keinen Schneebesen oder Handmixer zu verwenden, denn es sollte keine Luft unter die Creme gerührt werden. Zu heiß darf die Mischung auch nicht sein, denn dann gerinnt das Eigelb und die Creme findet wohl nur noch den Weg in die Tonne. :(

Am besten rührt die Küchenfee oder der Küchenprofi die Creme mit einem Teigspatel. Ich selber habe einen Kochlöffel genommen und erst hinterher nach weiteren Informationen im Web gesucht – eben weil es so ewig dauerte, bis die Creme sich „zur Rose abziehen” lies, was so viel heißt, wie: Man hält einen Kochlöffel in die Creme, pustet leicht über den Löffelrücken und die Creme schlägt Wellen und erinnert so an eine Rose.

Nun aber genug der Vorrede – hier ist das Rezept:

BAYERISCHE CREME

bayerische_creme.jpg

Zutaten für 6-8 Personen:

  • 1 Vanilleschote
  • 500 ml Milch
  • 6 Blatt Gelatine
  • 5 Eigelb
  • 120 g Zucker
  • 400 ml Sahne

Zubereitung:

Die Vanilleschote der Länge nach aufschlitzen und mit dem Messerrücken oder dem Stielende eines Teelöffels das Mark herauskratzen. Die Schoten mit dem Mark und der Milch in einem Topf erhitzen.

Die Gelatineblätter in einem Schälchen in kaltem Wasser einweichen.

Die Eigelbe mit dem Zucker in einem Schlagkessel cremig rühren, nach und nach die heiße Milch (ohne die Schoten) dazugeben und die Creme am besten mit einem Rührspatel über dem heißen Wasserbad rühren (keine Luft unterschlagen!), bis man die Masse zur Rose abziehen kann. Hier ist Geduld gefragt. Mit dem Spatel die Creme immer in Bewegung halten und vom Boden streifen, nach und nach dickt die Masse an.

Die Gelatine ausdrücken und unter ständigem Rühren in der Creme auflösen. Dann die Creme über einem kalten Wasserbad kalt rühren,

Die Sahne steif schlagen und unter die Creme heben. Eine Form mit kaltem Wasser ausspülen und die Creme einfüllen. Für mindestens 2-3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Dazu passen frische Beeren oder Fruchtsaucen.

LECKER!!

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4 Kommentare

  1. Habe ich noch nie gemacht und die lactosefrei Sahne lässt sich irgendwie nicht so toll steifschlagen(in 2 Wochen Urlaub habe ich 240!!! Lactasetbletten gebraucht….würg..) .
    Wäre aber was für Weihnachten:
    Crème bavaroise “Joyeux Noel” (wo sind denn hier die Punkte für das “e”?) mit einem Hauch Zimt, Muskat und Kardamom oder “Crème bavaroise “provencale” mit Lavendelblüten oder Crème “orientale” mit Rosenwasser und Marzipanaroma…

    LG
    Immi

  2. .. mich würde die Creme ja schon reizen :-) auch wenn es nicht ganz unkompliziert klingt… und meinem Herzensmänne würde ich damit wohl eine Megafreude machen… der liebt alles was süss ist ;-)

    sieht einfach sehr, sehr fein aus. Mhhhhmmm… :yes:

    Liebe Grüsse an dich,
    Bea

  3. Hallo liebe Kerstin,

    gegessen habe ich die Creme schon mal, fand sie auch lecker – aber die Zubereitung wäre mir zu langwierig und kompliziert. Die wird es hier also nicht geben :-)

    Liebe Grüße
    Katinka

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