Backstube, Leckeres
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Advents-Cupcakes mit Swiss Meringue

Zum 3. Advent heute habe ich Euch ein weiteres schönes Rezept mitgebracht, das ich gestern ausprobiert habe. Ich hatte meinen Bruder nebst Familie zum Advents-Kaffee eingeladen. Und ich hatte mir in den Kopf gesetzt Cupcakes zu backen, die nach Advent und Weihnachten schmecken. Fündig wurde ich auf einer norwegischen Website und mittels Google-Übersetzer konnte ich mir das Rezept ganz gut zusammen friemeln und für deutsch-sprachige Küchen ein wenig anpassen.

:backen: Los gehts!

Advents-Cupcakes mit Swiss Meringue


Zutaten für ca. 20 Muffins:

  • 1 Vanilleschote
  • 225 ml Schlagsahne
  • 150 g Butter
  • 180 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 225 g Mehl
  • gut 2 TL Backpulver
  • 6 Spekulatius-Kekse, zerbröselt

Zutaten für die Schweizer Meringue:

  • 350 g zimmerwarme Butter
  • 4 Eiweiß
  • 180-200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • ca. 1 TL Vanillepaste oder -extrakt (alternativ: 1/2 Fläschchen Buttervanille-Aroma)
  • etwas Zimt
  • ca. 2 TL Milch
  • etwas Farbpaste nach Wunsch

Zubereitung der Muffins:

  1. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  2. Die Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark herauskratzen.
  3. Die Sahne, die Butter, den Zucker, eine Prise Salz und das Vanillemark cremig aufschlagen, anschl. die Eier einzeln unterrühren.
  4. Das Mehl sieben, mit dem Backpulver mischen und unterrühren, bis sich der Teig verbunden hat. Zum Schluss die Spekulatiuskrümel unterheben.
  5. Den Teig in die mit Papierförmchen ausgelegten Muffinbleche füllen und für 15-20 Minuten backen.
  6. Abkühlen lassen.

Zubereitung der Swiss Meringue (Schweizer Buttercreme):

  1. Zuallererst die Butter aus dem Kühlschrank holen, in grobe Würfel teilen und auf Raumtemperatur kommen lassen!
  2. Die Eiweiße mit dem Zucker über einem Wasserbad unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Temperatur 60-65°C erreicht hat (Thermometer!). Oder rühren bis beim Reiben zwischen Daumen und Zeigefinger keine Zuckerkristalle mehr spürbar sind. Das dauert 10-15 Minuten.
  3. Die Schüssel vom Herd nehmen und bei mittlerer bis hoher Geschwindigkeit mit dem Schneebesenaufsatz der Küchenmaschine ca. 10 Minuten weiter rühren bis die Schüssel sich nicht mehr heiß anfühlt und die Masse schöne Spitzen bildet. Wenn die Creme schon dicklich geworden ist, die Prise Salz hinzufügen.
  4. Den Schlagbesen nun gegen einen Flachrührer tauschen und die zimmerwarme Butter langsam und nach und nach zufügen, anschließend aromatisieren. Dafür die Vanille und auch das Zimtpulver vorzugsweise mit der kleinen Menge Milch mischen und zugeben. Dann noch ca. 5 Minuten weiter rühren, bis eine glatte, seidige Creme entstanden ist.

Das Ganze funktioniert natürlich auch mit einem Handmixer, dauert dann wahrscheinlich aber etwas länger.

Zur Verzierung meiner Cupcakes habe ich die Creme-Menge halbiert und einen Teil mit blauer Wilton-Lebensmittelpaste eingefärbt. Zwei Spritzbeutel wurden mit den Wilton Spritztüllen 4B (Offene Sterntülle) und 2D (Blütentülle) vorbereitet. Mit Hilfe eines Kindermessers habe ich in einen Beutel einen Streifen Weiß eingebracht, in den anderen einen Streifen Blau. Anschl. wurden beide Beutel vorsichtig mit der jeweils anderen Farbe aufgefüllt und der Spaß der Cupcake-Verzierung konnte beginnen.

Fehlten nur noch die Schneeflöckchen, mit denen ich unbedingt meine Cupcakes verzieren wollte – übrigens meine allererste Begegnung mit Fondant.

Irgendwo im Netz ist mir ein kleines Stärke- bzw. Mehlsäckchen begegnet, was ich mir schnell aus einem neuen dünnen Einmal-Wischtuch und zwei Gummiringen gebastelt habe. Eine Supersache, denn so lässt sich die Arbeitsfläche wirklich fein mit Stärke versehen bzw. dünn bemehlen. Ein Nylonstrumpf soll sich für diesen Zweck ebenfalls hervorragend eignen. :yes:

Die kleinen Ausstanzer habe ich minimal mit etwas Kokosöl gefettet und so ließ sich der Fondant recht easy ausstechen.

Tipps & Anmerkungen:

  • Wird Buttervanille-Aroma verwendet wird die Creme schneeweiß, bei Paste oder Extrakt erhält sie einen ganz leichten Gelbstich.
  • Die Creme lässt sich selbstverständlich auch noch anders aromatisieren. Zum Beispiel mit Zitronenschalen- oder Orangenschalen-Abrieb (aber Achtung, das kann die Spritztülle verstopfen!). Weitere Möglichkeiten just in dieser Zeit sind Lebkuchen- und/oder Spekulatiusgewürz (auch hier darauf achten, dass die Gewürze wirklich SEHR FEIN gemahlen sind, damit sie die Spritztüllen nicht verstopfen!) oder auch ca. 50 g geschmolzene, abgekühlte Schokolade, etwas glatt gerührte Marmelade oder cremig gerührte Nutella.
  • Die Creme ist fondant-tauglich!
  • Wer lieber eine Torte backt: Bei sparsamer Verwendung reicht die Menge für eine 26er-Torte.
  • Die Meringue kann gut im 3-4 Kühlschrank aufbewahrt und sogar eingefroren werden. Zur Verwendung nach der Kälte einfach nochmal schön aufschlagen.

Klar, dieses Rezept macht Arbeit – aber die Mühe lohnt sich und es macht auch wirklich Spaß. Und das strahlende, zufriedene Lächeln der Familie und der Gäste dankt der Backfee die Bemühungen…  :hearts:




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2 Kommentare

  1. Wow ! Die sehen toll aus !
    Fürs Backen und Kochen muss man glaube ich geboren sein. :-) Bei mir ist die Devise „einfach und möglichst wenig aufwendig“ *ggg*.
    LG Frauke

    • Liebe Frauke,

      es macht mir einfach Spaß und ist eigentlich das einzige richtige Hobby, was sich mehr oder weniger wie ein roter Faden durch mein Leben zieht.

      Alles Liebe, Kerstin

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