„Igittigitt” mag so mancher von meiner werten Leserschaft denken… aber wer diesen Kuchen nachbackt, wird mir Recht geben, dieser Kuchen schmeckt toll!
Jetzt fragt sich sicher die ein oder andere, wie ich darauf kam. Also dazu eine kleine Geschichte:
Wir waren doch vor einigen Tagen zu Besuch in Baden-Württemberg. Als wir so bei der Verwandschaft am Frühstückstisch saßen, stöberte der Hobbykoch ein wenig im Regal mit den Kochbüchern und wurde auf dieses Buch aufmerksam. Er blätterte darin und war total begeistert.
Am Morgen nach der Feier, am gemeinsamen Frühstückstisch, stand dort ein herzhafter Kuchen. Als wir danach fragten, wurde uns gesagt, er sei mit Lachs und Käse. Und was soll ich sagen: Drei unserer vier Familienmitglieder probierten ihn und alle drei waren begeistert.
Ich brauche jetzt nicht weiter erwähnen, was zwei Tage später in meinem Einkaufwagen von Ama*zon landete? Ja genau – eben dieses Buch.
Es ist sehr schön aufgeteilt nach Jahreszeiten und zu jedem Monat des Jahres enthält das sehr schön bebilderte Buch zwischen 5 und 7 Rezepten. Sämtliche Rezepte sind für eine Standard-Kastenkuchenform ausgerichtet und neben den herzhaften Ideen gibt`s auch immer die süße Variante.
Es wird ganz sicher nicht das letzte Mal sein, dass ich daraus einen Kuchen backe – als nächstes ist ein Vanillecake geplant.
ESTRAGON-HÄHNCHEN-KUCHEN

Zutaten für eine Kastenkuchenform:
- 1 Schalotte
- 10 g halbgesalzene Butter (z.B. La Motte)
- 1 EL Sonnenblumenöl
- 1 großes Hähnchenbrustfilet (200 g)
- 2 Msp. Salz
- 2 Msp. Pfeffer
- 50 g Estragon (Kerstin: aus Ermangelung habe ich auf gefriergetrockneten Estragon zurückgegriffen)
- 150 g Mehl
- 1 Pck. Backpulver
- 3 Eier
- 100 ml Sonnenblumenöl
- 125 g warme Milch
- 100 g geriebener Greyerzer Käse
Zubereitung:
Die Schalotte fein hacken und das Hähnchenbrustfilet in dünne Streifen schneiden. 1 EL Öl und die Butter in einer Pfanne erhitzen, zunächst die Schalotte darin 5 Minuten anbraten. Das Fleisch zugeben und weitere 5 Minuten goldbraun braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Dann den Estragon darüber streuen, gut verrühren und zur Seite stellen.
Den Backofen auf 160° Heißluft (oder 180° Ober-/Unterhitze)
In einer Schüssel Mehl und Backpulver gut mischen. Die 3 Eier dazugeben und mit dem Schneebesen kräftig verrühren. (Achtung! Ich habe das Handrührgerät genommen und der Teig ist von der Konsistenz zunächst sehr undankbar und zieht sich an den Rührern Richtung Motor hoch. Also besser ”von Hand” arbeiten, es geht auch recht schnell.) Nach und nach die 100 ml Öl und die warme Milch zugeben, dann den geriebenen Käse unterrühren.
Zum Schluß noch die Schalotten-Estragon-Hähnchen-Mischung behutsam unter den Teig rühren.
Teig in eine ganz leicht gefettete Kastenform geben und in 45 Minuten backen.
Tipps & Erfahrungen:
Ich würde wirklich den Teig beim nächsten Mal ”zu Fuß” rühren – auch wenn`s ein wenig anstrengender ist und länger dauert. Den Teig immer wieder herunter zu schieben war nervig und ebenfalls zeitintensiv.
Exakt nach 43 Minuten habe ich den Kuchen aus dem Ofen geholt, die Farbe war goldrichtig.
Den gefriergetrockneten Estragon habe ich mal während der französischen Woche bei Al*di gekauft – also Augen offen halten. Aber sicher gibt`s den auch in großen Supermärkten das ganze Jahr. Ich gestehe, ich habe noch nie darauf geachtet.
Obwohl relativ viel Backpulver im Teig ist, geht er nicht besonders auf. Das ist normal und gehört so. Wem der Kuchen zu flach ist – vielleicht eine kleinere Kastenkuchenform nehmen?
Wir waren begeistert und ich hoffe, für Euch ist das auch ein spannendes Rezept!

Und wie eigentlich immer, habe ich auch einen Kuchen gebacken. Genau genommen sind es sogar zwei, denn das mir vorliegende Rezept ist auf eine 24er-Springform ausgerichtet. Eine derartige Form habe ich aber nicht. Dafür aber eine 20er und eine 14er-Form. Und da dachte ich so bei mir, da der Sohnemann heute nicht mit fährt, ich mache einfach zwei Kuchen, damit der junge Mann auch noch etwas davon hat
Es handelt sich übrigens um die kleine Version, denn die größere, die nehme ich ja später mit zu Frl. Frieda! Und ich bin mir sicher, sie wird auch über diese Torte berichten.
Hier hatte ich mein erstes Problem, denn leider war meine Butter zu weich (was kaufe ich auch streichzarte ein, selber schuld). Ich habe sie dann großzügig mit einem Löffelrücken auf dem Teig verteilt und anschließend zusammen geschlagen.
Nicht gut. Gar nicht gut. Aber auch nicht sooo dramatisch. Ich habe den Rand einfach nach dem Abkühlen mit einem Messerchen ein wenig gekürzt
Online habe ich sie gerade leider nicht mehr bei Tch*ibo gefunden.


















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