Das Warten ist grässlich – aber da muß ich jetzt wohl durch. Allein. Denn der Hobbykoch ist Geld verdienen und die beiden Teenager in der Schule.
Überpünktlich stand ich mit Nala beim Katzen-Doc auf der Matte. Auffällig war am Mittag schon, dass sie bei Berührung am Köpfchen kurz schnatterte. Das veranlasste mich ja auch letztenendes dazu, schnellstmöglich in der Katzen-Praxis anzurufen. Genau wie das häufige Putzen im Gesicht, das „sich-verziehen” an Plätze, die noch nie sonderlich interessant für die Maus waren. Frei nach dem Motto: „Lasst mich alle in Ruhe – mir geht`s nicht gut”. Und natürlich der Versuch zu fressen – aber dann ganz schnell wieder das Wegschleichen vom Futternapf.
Am Abend hat sie noch ein klitzekleines bisschen gespielt, mit den anderen beiden mochte sie nichts zu tun haben.
Der Doktor schaute Nala ins Mäulchen und es war wirklich erstaunlich: Innerhalb der letzten 10 Tage hatte sich der Zustand deutlich verschlechtert. So verschlechtert, dass eine umfassende, sofortige Zahnsanierung unumgänglich ist. Sie hat 250 g abgenommen und schnatterte auch auf dem Untersuchungstisch. Unsere arme Maus….
Bis sie nahezu eingeschlafen war, bin ich bei ihr geblieben…
Und nun hocke ich hier, habe die Kaffeemaschine grundgereinigt, trinke Tee, laufe hin und laufe her – und warte auf den erlösenden Anruf aus der Praxis.
Einziger Trost: Ich habe die Symptome richtig gedeutet und genau richtig gehandelt. Ich tue alles für unsere kleine Mieze – und ich bin mir sicher, das tut Herr Dr. Streicher auch.
Ich werde diesen Bericht aktuell halten – Wenn Ihr auf dem Laufenden mit ihr bleiben wollt, schaut einfach wieder rein.
13. Dezember 2011 – 11:09 Uhr
Der erlösende Anruf aus der Praxis. Nala ist aus dem OP draussen und schon wieder am wach werden. Herz und Blutwerte sind in Ordnung. Es ist alles gut verlaufen – viele Zähne hat sie allerdings nicht mehr. Aber die braucht sie auch nicht, sie wird auch ohne klar kommen. Und das ganze schmerzfrei… hach, mir fällt erstmal ein Stein vom Herzen. Um 16:30 Uhr darf ich sie nach Hause holen.
13. Dezember 2011 – 16:30 Uhr
Wir sind pünktlich in der Praxis gewesen und sogleich wurde uns unser Schätzchen gebracht. Ein wenig mitgenommen sah sie schon noch aus, aber ich glaube, sie war froh, dass sie wieder heim durfte.
Wir haben alles noch einmal durchgesprochen. Die Diagnose ist in der Tat FORL (Tante Google fällt dazu eine Menge ein….) und als ich die folgenden Bilder sah, wusste ich, dass wir alles richtig gemacht haben:

Bei der kleinsten Berührung fing das Zahnfleisch bereits an zu bluten.

Den einen Fangzahn musste sie leider lassen. Erhalten werden konnte der letzte (auf dem Bild ganz links) – hier ist auch das Zahnfleisch noch vollkommen intakt, wie sogar ich als Laie unschwer erkennen kann.

Fies, was FORL mit den Zähnen und dem Zahnfleisch macht, oder?

Auch da hat FORL ganze Arbeit geleistet. Kein Wunder, dass die Maus wahnsinnige Schmerzen hatte….

Der Zahn so kaputt, dass er schon anfängt, zu zerbröseln…. erschreckend!
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Mein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an Herrn Dr. Streicher – wirklich sehr nett, mir die Fotos für meinen Blog zur Verfügung zu stellen. Und eines könnt Ihr mir glauben – vor 10 Tagen sah das noch lange nicht so schlimm aus. Ich schwör`s….
Nun liegt das Mädel in unserem Schlafzimmer auf einer Kuscheldecke. Beim Futternapf war sie schon und hat auch schon versucht ein bisschen zu trinken. Aber so richtig klappt das alles noch nicht.
Sie läuft schon ganz gut, nur ab und an taumelt sie noch ein bisschen.
Beverly hält sich noch ein wenig im Hintergrund, während Padano schon einmal mutig an ihr geschnuppert hat „puhhh, die stinkt irgendwie so komisch…“ Leider hat er sie anschliessend auch ein wenig angeknurrt (oder sie ihn? Ich bin mir nicht sicher). Da habe ich die Maus erstmal wieder ins Schlafzimmer gepackt, damit sie ihre Ruhe hat und sich erholen kann von den Strapazen.
Nun hat sie 9 Zähne (+ ein paar kleine Putzzähnchen) weniger – ist aber hoffentlich schmerzfrei und bald wieder ganz die Alte.
Mehr dann wieder morgen an dieser Stelle – auch von Padanos „Ich-schnupper-mal-an-der-Aktion”
13. Dezember 2011 – 22:15 Uhr
Nala krabbelt zu mir auf mein Kopfkissen und kuschelt sich für die nächste halbe Stunde ein – dann ist sie wieder gegangen, weil ich so husten musste.
14. Dezember 2011 – 04:20 Uhr
Nala liegt an einem gewohnten Platz auf der Kratztonne im Wohnzimmer. Sie macht einen müden Eindruck. Als ich das Nassfutter für die drei in der Küche herrichte, kommt sie auch dazu. Sie schnuppert aber nur daran. Dabei habe ich extra noch einen kleineren Napf mit Mousse gefüllt, in der Hoffnung, dass sie das besser fressen kann. Aber ich denke mal, sie braucht einfach noch Zeit. Padano kam mal wieder kurz bei ihr vorbei und hat an ihr geschnuppert. Alles wird gut!

19. Dezember 2011 um 22:47 Uhr
Auweia – die arme Maus!! Das tut mir leid!
Aber Gott sei Dank hat sie es ja relativ gut überstanden wie ich lesen konnte!!
Was man Alles bekommen kann – unfassbar
LG Kerstin
18. Dezember 2011 um 13:54 Uhr
Jetzt habe ich erst einmal eine Vorstellung, wie es wohl im Mäulchen meiner Gini-Cooniegunde ausgesehen haben mag. Vor ca. 3 Monaten hatten wir das Gleiche durch, es mussten zwar nur 4 Zähnchen gezogen werden, aber das reicht auch schon. Die Kleine hat es gut weggesteckt, frass schon am gleichen Tag nach der OP. Doch irgendwie schien sie mir in letzter Zeit schon wieder merkwürdig zu kauen und gestern ließ sie sich auch mal kurz in Mäulchen schauen und schon wieder musste ich feststellen, dass um einen kleinen Zahn, das Zahnfleisch blutete. Mir ist schon ganz übel, denn ohne Vollnarkose ist bei dieser Kampfkatze nix zu machen. Selbst beim Spritze verabreichen müssen sie drei Mann mit am besten Ritterrüstung halten. Aber der Weg zum TA wird uns wohl leider nicht erspart bleiben, bloß ständig Narkose ist doch wohl auch nicht das wahre, habe da immer sehr große Angst. Euch gute Besserung!
15. Dezember 2011 um 06:39 Uhr
Oh, das ging aber schnell. Aber gut, dass sie alles gut überstanden hat!
lg
Anika
14. Dezember 2011 um 16:07 Uhr
Hallo liebe Kerstin,
ich bin mir sicher, dass alles gut gehen wird, denn:
Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
dann wird‘s auch keines mehr geben.
Denn wer der Hoffnung sich beraubt,
dem fehlt das Licht zum Leben.
Wenn keiner mehr darauf vertraut,
dass Wunder noch geschehen,
wie soll der Mensch in seiner Haut
sein Leiden überstehen?
Wenn keiner mehr an Wunder glaubt,
musst du‘s allein riskieren:
Im Baum des Lebens, grün belaubt,
sind täglich Wunder aufzuspüren.
Elli Melcher
Gruß Hellena
14. Dezember 2011 um 20:04 Uhr
Vielen Dank für das schöne Gedicht, liebe Hellena.
Es gefällt mir ausgesprochen gut!
14. Dezember 2011 um 09:52 Uhr
Hallo liebe Kerstin,
ach menno, was macht denn die Süße für Sachen!
ich kann mir gut vorstellen, was für Sorgen Du Dir gemacht hast.
Ein Glück, dass sie jetzt auf dem Weg der Besserung ist.
Die Bilder sind ja heftig. Irre, dass sich in so kurzer Zeit alles so verschlimmert hat.
Aber nun wird alles gut, ganz bestimmt! :-)
Ganz liebe Grüße zu Euch und knuddele die Maus mal von mir!
Katinka
14. Dezember 2011 um 08:44 Uhr
Liebe Kerstin
Vielen Dank für deinen Ausführlichen Bericht, sogar mit anschaulichen Fotos. Beeindruckend und nun völlig klar, warum Nala solche Schmerzen hatte.
Vielleicht musst du ihr Anfangs das Futter von Hand geben. Sie muss lernen, dass ihr das Fressen keine Schmerzen mehr macht. Ich denke sie hat noch etwas Angst davor.
Viele Grüsse und weiter gute Genesung.
Sara
13. Dezember 2011 um 20:45 Uhr
Gott sei Dank ist es vorbei und bald geht es der kleinen Nala-Maus auch schon wieder besser ! Ich kann gut verstehen, wie aufgeregt du warst, das ist nie schön, die kleinen beim Arzt lassen zu müssen!
Gute Besserung weiterhin!
Liebe Grüße
Sabine
13. Dezember 2011 um 19:39 Uhr
Ach herje, arme Nala! Wie geht es ihr denn heute Abend?
Dicke Genesungsknuddler von Schwester Kiara und liebe Grüße, Verena
13. Dezember 2011 um 19:05 Uhr
Ich hoffe Deiner Nala und auch Dir geht es gut. Ich spreche ja aus Erfahrung, letztes Jahr im Oktober wurde das bei Micky gemacht. Hat jetzt so wenige Zähne und war da erst 2 1/2 Jahre alt. Katzen können sehr gut ohne oder mit wenigen Zähnen leben.
Wünsche Euch ein ruhige Nacht
Liebe Grüße
Tine
13. Dezember 2011 um 20:13 Uhr
Danke Dir, liebe Tine. Nala liegt gerade zu meinen Füssen unter dem Tisch. Ich muß ihr später noch den Verband vom Venenkatheter abmachen. Sie ist übrigens auch gerade mal 2 1/2 Jahre alt….
Ich denke, morgen früh sieht die Welt schon wieder anders aus…
14. Dezember 2011 um 17:17 Uhr
Hallo liebe Kerstin, ja, so sah es bei Micky auch aus, furchtbar nicht? Würde uns auch nicht gut gehen dabei.
Das mit dem Fressen kommt schon wieder. Micky hatte am Mittwoch seine OP und am Freitag hat er erst gefressen und ein zaghaftes Miau von sich gegeben. Lass Nala Zeit, sie wird wieder fressen und dann ihre verlorenen Gramms aufholen.
13. Dezember 2011 um 16:35 Uhr
Hallo Kerstin,
die arme Mietze
, wenn Ich das lese, denke ich immer an mein Mäuslein, sie ist schon 17 und hat nur noch 2 gr. Zähne und 4 kleine im Mäulchen.
Auch Katzen brauchen Zahnpflege, seither gibts immer Zahnpflege Leckerli die helfen ganz gut .
Ich wünsche deine Mietzi das sie bald wieder futtern kann und graul sie hinterm Ohr von mir
Lg Kerstin
13. Dezember 2011 um 15:28 Uhr
Liebe Kerstin
Was für gute Nachrichten – ich wünsche Nala von Herzen gute Genesung und das sie bald wieder schmerzfrei fressen kann. Katzen ohne Zähne können sogar Mäuse jagen. Hab ich selbst erlebt. Ist nur etwas bitter für die Maus!
Berichte doch bei Gelegenheit, wie ihr jetzt weiter fahrt: Hat sie ein Depotpräperat direkt in den Rachen bekommen. Oder wird sie sonst Nachbehandelt.
Viele liebe Grüsse und nochmals ganz gute Erholung.
Sara
13. Dezember 2011 um 14:57 Uhr
Hallo Kerstin,
schön, dass alles gutgegangen ist.
Ich wollte vorher nichts sagen um Dich nicht zu beunruhigen und Ihr scheint ja einen hervorragenden Katzendoc zu haben.
Ich arbeite in einer Tierarztpraxis und kenn das Problem. Wir mussten schon so einige Katzen ihrer Beißwerkzeuge berauben, da trotz Immunspritzen und aller Möglichkeiten die es so gibt, keine Besserung in Sicht war. Und nachdem die Zähnchen raus sind, geht es allen Katzen wieder gut. Und bei allen klappt auch das fressen einwandfrei.
Also – Sorgen beiseite schieben – alles wird gut !
Liebe Grüße, KoRa
13. Dezember 2011 um 14:27 Uhr
Wenn ich zuhause bin ist sie wieder da!!
Ich hoffe sie ist dann wieder die alte…
13. Dezember 2011 um 14:06 Uhr
Ach Zahngeschichten sind schon was ätzendes
alles Gute weiterhin für Nala
13. Dezember 2011 um 11:50 Uhr
Ach herrjeh, die arme Nala – aber nun wird ihr geholfen und ich drücke beide Daumen, dass es ihr ganz schnell wieder besser geht!!!
Liebe Grüße
Ute
13. Dezember 2011 um 11:23 Uhr
Gott sei Dank!