Donnerstag, April 16th, 2009 | Author: Kerstin

Ich hatte es ja bereits erwähnt, dass ich vergangenen Freitag mit meinem Hobbykoch Bärlauch sammeln war – 700 g haben wir zusammengebracht und dann ging das große Konservieren los:

Bärlauch-Paste:

  • 100 g Bärlauch
  • 100 ml Öl, kein Olivenöl   Kerstin: Mazola Keimöl (und bitte fragt nicht warum kein Olivenöl, ich weiß es nicht)
  • 10-12 g Salz

Den Bärlauch waschen und verlesen. Alle Zutaten in ein hohes Gefäss geben und gut mit dem Zauberstab oder im Mixer zerkleinern und gut vermischen.

Anschl. in Twist-Off-Gläser füllen – so sollte die Paste im Dunklen mindestens 1 Monat haltbar sein, ich habe aber auch schon von einem halben Jahr gelesen.

Mit der oben angegebenen Menge habe ich 5 kleine Gläschen füllen können und habe diese dann anschl. im Dampfgarer noch pasteurisiert – ich weiß ja nicht, wie lange der Bärlauch so bei uns übersteht, aber er sollte schon ein Jahr haltbar sein.

 

Nun aber zum eigentlichen Thema:

 

Diesen Monat ist bei der Hüttenhilfe das "Fremdkochen-Thema" Bärlauch, was ich zum Anreiz nahm, ein mich doch sehr ansprechendes Rezept heute auszuprobieren:

 

Bärlauch-Grieß-Nocken nach Sieglinde

 

Gefunden habe ich es bei Thea und auch wenn es eigentlich ein Forumsbeitrag ist, so hoffe ich doch, dass mein Beitrag auch bei der Hüttenhilfe-Redaktion Anklang findet – gefunden habe ich dieses wunderbare Rezept nämlich über die Google-Blogsuche auf Seite 3 – Suchbegriff "Bärlauch" :-)

Also los geht`s:

 

BÄRLAUCH-QUARK-NOCKEN

 

Zutaten für 20-25 Nocken (als Vorspeise für 4, als Hauptspeise für 2-3 Personen)


  • 30-40 g frischen Bärlauch (Kerstin: 2 gehäufte TL Bärlauch-Paste)
  • 80 g Magerquark
  • 250 ml Gemüse- oder Fleischbrühe (Kerstin: gekörnte Brühe)
  • knapp 1/2 EL Butter
  • 125 g Hartweizengrieß
  • 40 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 kleine Zwiebel oder Schalotte
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • geriebener Käse (z.B. Parmesan oder Grana Padano)
  • Salz und Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl
  • Butter

 

Zubereitung:

 

Knapp 1/2 EL Butter mit der Brühe aufkochen, dann den Grieß einrühren, nochmal kurz kräftig aufkochen lassen und dann 10 Minuten stehen lassen.

Die Zwiebel und den Knoblauch fein hacken und in Olivenöl anbraten. Das Mehl einrühren.

Das Ei verquirlen und unter den abgekühlten Grieß geben.

Die Knoblauch-Zwiebel-Mehl-Mischung dann mit dem Quark zum Grieß geben und nochmals 15 Minuten stehen lassen.

Den frischen Bärlauch waschen, verlesen und in sehr feine Streifen schneiden und unter die Grießmasse ziehen – ich habe statt dessen gute zwei TL meiner Bärlauchpaste vorsichtig untergerührt (daher sind meine Nocken auch grün und nicht so schön weiß wie im Original-Rezept von Sieglinde)

Mit Pfeffer und Salz (oder GeschmacksZauber) wird die Grießmasse dann noch abgeschmeckt und anschl. Knödel oder Nocken geformt – ich habe mich für letzteres entschieden und es war eine Premiere.

In einem größeren Topf Wasser mit ein wenig Salz zum Kochen bringen – mit Hilfe von zwei Esslöffeln Nocken formen und in`s leicht kochende Wasser gleiten lassen. Die Nocken sind fertig, wenn sie an die Oberfläche steigen und sich beim Anschubsen mit einem Löffel von alleine drehen.

Dazu passt hervorragend braune Butter und frisch gehobelter/geriebener Parmesan oder Bergkäse (ich hatte leider weder noch zu Hause und musste mit bereits geriebenem Käse vorlieb nehmen, aber es war auch ausgesprochen lecker!

Bei uns gab`s dazu ein Hähnchen-Minutenschnitzel und ich habe noch ein kleines Sößchen aus wenig Butter, Milch, Brühe und fettreduzierter Sahne gemacht und diese mit Gewürzen abgeschmeckt – es war wirklich köstlich! Auch Salat passt hervorragend dazu.

Und bevor ich es vergesse:

Diese Nocken lassen sich prima vorbereiten – nur Kochen sollte man sie erst kurz vor dem Servieren – ich kann sie mir übrigens auch hervorragend als Suppeneinlage für eine klare Brühe vorstellen!

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11 Responses
  1. [...] uns gab`s dazu Spirelli mit Bärlauch-Pesto, noch ein Alt-Bestand aus dem letzten Jahr, aber immer noch [...]

  2. vincent sagt:

    Guten Tag

    Ihr Blog hat unsere Aufmerksamkeit erregt, aufgrund der Qualität seiner Rezepte.

    Wir würden uns freuen, wenn Sie sich auf Petitchef.com einschrieben, damit wir auf ihn verweisen können.

    Ptitchef ist ein Verzeichnis, das die besten Kochseiten des Internets zusammenstellt. Mehrere hundert Blogs sind schon hier eingeschrieben und profitieren davon, dass Ptitchef ihre Seite weiter bekannt macht.

    Um sich auf Ptitchef einzuschreiben, gehen Sie auf http://de.petitchef.com/?obj=front&action=site_ajout_form oder auf http://de.petitchef.com und klicken Sie auf “Webseite / Blog eintragen” in der oberen Menüleiste.

    Herzlichst

  3. [...] werden. Da kam das Rezept für Bärlauch-Quark-Nocken von http://www.thea.at gerade recht. Fremdgekocht: http://terragina.de/blog/ Original: [...]

  4. Sebastian sagt:

    Habe ich vergessen zu kommentieren und mich für das Rezept zu bedanken, oder ist es im SPAM-Nirvana verschwunden?
    Wie dem auch sei: Die Nocken sehen super aus – Vielen Dank für das Bärlauchrezept zum Fremdkochen.

  5. [...] unser angestammter Sammelplatz ist. Zuhause dann Rezeptstöbern und -googeln, so stiess ich auf die Bärlauch-Quark-Nocken von Terragina und kochte sie gleich nach. Meine waren wegen der fein geschnittenen Bärlauch-Blätter weiss und [...]

  6. Buntköchin sagt:

    Die schauen sehr gut aus, deine Nockerln. So etwas habe ich bis jetzt in keiner Frankfurter Küche gesehen. Bitte einen Teller für mich!

  7. Houdini sagt:

    Das animiert zum Nachkochen! Habe frisch gepflückten Bärlauch von heute Nachmittag in der Küche und das Rezept bereits ausgedruckt. Freue mich auf das Essen.

  8. Tina sagt:

    Boah schaut das wieder gut aus. Ich glaub ich geh mal frühstücken, sonst sabber ich Dir hier noch alles voll. *lol*

  9. Fabella sagt:

    Na das klingt ja wieder nach einem sehr ansprechenden Gericht!

    Auch Dein Foto sieht wieder sehr appetitanregend aus, klasse! Danke Dir Süße für ein weiteres leckeres Rezept!

  10. bentonflocke sagt:

    lecker Bärlauch-Nocken… da trifft es sich ja gut, dass mein Großer mit der Oma ebenfalls Bärlauch sammeln war

    die Ausbeute wird zwar nicht zum selberkochen reichen, aber das Rezept werde ich mir schon für das nächste Mal notieren!

    Da krieg ich schon jetzt richtig Hunger!

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