Plauderecke

Die Diagnose und ich

Es ist wie es ist – aber jetzt passiert was!

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Seit nunmehr knapp 2 Stunden bin ich wieder daheim und ca. 2 1/2 Stunden war ich bei der Rheumatologin und beim Röntgen im angeschlossenen Krankenhaus.

Ich habe ihr meine ganze Geschichte erzählt und als erstes stand eine Anamnese und eine gründliche Untersuchung auf dem Plan. Dann Ultraschall von jedem einzelnen Gelenk meiner rechten Hand. Quasi als Referenzwert wurden US-Bilder gemacht. Zu sehen waren deutliche Entzündungen bei vielen Gelenken und dass sich die Knorpel an einigen Gelenken schon vom Knochen abgelöst haben. :( Wie sagte die nette Ärztin so schön: „Da tut sich was im Paradies”, als sie mit dem Schallkopf meine Finger entlangfuhr. Ihr Blick sprach Bände. Quasi lehrbuchmässig verhalten sich meine Gelenke und alles spricht für eine Rheumatoide Arthritis – ich bin wohl doch selbst mein bester Doktor. :blush:

Erstmal wird jetzt was gegen die Schmerzen getan…. und auch, dass es auf Cortison hinaus laufen wird, hatte ich mir fast gedacht. Die ersten 20 mg habe ich intus. Weiter geht`s 10 Tage lang morgens mit 20 mg, dazu für den Kalkentzug der Knochen darf ich noch Vitamin D und Calcium schlucken. Wenn`s hilft…. Dann gibt`s 10 Tage 17,5 mg, dann 10 Tage 15 mg und dann 12,5 mg. Mal sehen, ob die Entzündungen dann erstmal komplett verdrängt werden, was natürlich das Ziel des Ganzen ist.

Zum Schluß des wirklich guten Gespräches mit der Ärztin stand noch die Blutabnahme von 7(!!) großen Röhrchen Blut auf dem Zettel und das Röntgen von Lunge, Füssen und Händen. Häufig ist die Krankheit nämlich auch schon in den Füssen am Werkeln, ohne dass man großartig etwas davon merkt. Ich allerdings habe schon die Erfahrung gemacht, dass ich ohne Schuhe im Haus Schwierigkeiten beim Auftreten hatte und morgens wie auf Eiern lief. Da war die beste Therapie bislang, meine Croccis anzuziehen.

Nach dem Cortison wird die Basistherapie kommen – voraussichtlich mit Methotrexat. Dieses Medikament wird auch in der Onkologie eingesetzt – allerdings in 50-facher Dosierung. Die Ärztin sagt, ich solle keine Angst davor haben. Das Medikament hätte ein sehr gutes Risiko-Nutzen-Verhältnis bei Rheumatoider Arthritis. Mal sehen, wann ich damit durchstarten muß. Ein wenig schlecht wird mir schon, wenn ich daran denke. :(

Bezüglich meines Fitnesstraining habe ich sie natürlich auch gefragt, wie das weiter geht. Sie meint, dass ich warte sollte, bis die Entzündungen komplett abgeklungen sind. Dann kann ich eigentlich wieder alles machen. Außerdem soll ich damit rechnen, dass die Cortison-Therapie einen auch sehr gerne müde und abgeschlagen macht. Ich werde also erstmal ein wenig warten.

Soo, das war´s erstmal in Groben – ich bin jetzt zuversichtlich, dass das Cortison anschlägt und die Schmerzen zum Ende der Woche verschwinden.

Am Dienstag in zwei Wochen, also am 15. Februar, habe ich dann meinen nächsten Termin bei der Frau Doktor (sie wird wohl meine neue Haus- und Hofärztin werden, wie ich die Sache so sehe…). Dann sehen wir weiter, denn dann liegen ihr auch die Blutergebnisse und die Röntgenaufnahmen vor und wir können alles Weitere besprechen.

Übrigens: Es hätte keinen Sinn gemacht, wenn ich die Spezialistin früher aufgesucht hätte. Die Begründung: Man/Frau kann ja auch akute entzündliche Prozesse anderer Ursache in den Gelenken haben. Klingt plausibel. :yes: Erst nach mindestens 6 Wochen spricht der Fachmann bzw. die Fachfrau von einer dauerhaften Entzündung – bei mir sind es jetzt 7 Wochen.

Und noch etwas Positives zum Schluß: Wir sind sehr gut im Zeitplan, sprach die Ärztin, denn die Behandlung sollte für einen guten Erfolg in den ersten 3 Monaten nach Ausbruch beginnen. Wenigstens etwas… ;) Denn so ist die Wahrscheinlichkeit am größten, dass die Therapie dauerhaft anschlägt und von Erfolg gekrönt wird, vielleicht sogar für Jahre?

Und jetzt werde ich mir mal die Broschüre schnappen, die sie mir mitgegeben hat und bedanke mich bei Euch ♥lich fürs Lesen. :hearts:

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